Das Bild im Querformat zeigt zwei Freileitungsmonteure auf einem Hochspannungsmasten. Die beiden Monteure tragen gelbe Kleidung und einen weißen Helm mit dem Amprion-Logo.

Über uns

Wir transportieren den Strom für Millionen Menschen

Das Stromnetz ähnelt dem Straßennetz. Für den „Fernverkehr“ im deutschen Stromnetz sind Amprion und drei weitere Übertragungsnetzbetreiber verantwortlich. Unser Höchstspannungsnetz transportiert Strom in einem Gebiet von Niedersachsen bis zu den Alpen. Mit 11.000 Leitungskilometern ist es eines der längsten Übertragungsnetze in Deutschland. Es bringt den Strom für 29 Millionen Menschen und tausende Unternehmen.

Wir halten das Netz stabil und sicher

Unsere 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen dazu bei, das Netz sicher und stabil zu halten. Sie arbeiten am Unternehmenssitz in Dortmund und an mehr als 30 weiteren Standorten im Netzgebiet. Eine wichtige Rolle spielen unsere Experten in der Systemführung: Sie überwachen und steuern das Übertragungsnetz und halten Erzeugung und Verbrauch jederzeit im Gleichgewicht. So bleibt die Netzfrequenz konstant und das Netz stabil.

Wir folgen einem gesetzlichen Auftrag

Als Übertragungsnetzbetreiber trägt Amprion eine besondere Verantwortung für die Stromversorgung. Dem trägt der Gesetzgeber Rechnung: Als natürlicher Monopolist ist Amprion nicht in einem freien, sondern in einem regulierten Markt tätig. Das bedeutet: In unserem Netzgebiet arbeiten wir ohne Wettbewerber, was gesamtwirtschaftlich vernünftig ist. Unsere Kunden zahlen für den Stromtransport Netzentgelte, deren Höhe die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde überwacht. Sie setzt im übertragenen Sinne die Leitplanken für unser Wirtschaften.

Wir verbinden Deutschland mit Europa

Unser Netz liegt in der Mitte des europäischen Verbundnetzes und ist Drehscheibe des europäischen Stromhandels. Über sogenannte Kuppelleitungen ist es mit den Netzen der Nachbarländer verbunden. Als einer der führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa übernehmen wir viele übergreifende Aufgaben für den europäischen Stromverbund. Wir sind stolz darauf, das Energiesystem nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa klimaverträglicher, sicherer und effizienter zu machen.

WIR BEREITEN DEN WEG FÜR DIE ENERGIEWENDE

Wir investieren Milliarden in den Netzausbau

Deutschland will bis 2050 weitgehend klimaneutral werden. Dafür muss Strom aus erneuerbaren Energien sicher und zuverlässig dorthin gelangen, wo er benötigt wird. Damit das möglich wird, investieren wir im gesetzlichen Auftrag in den kommenden zehn Jahren 15,2 Milliarden Euro in den Netzausbau. Auch Strom aus Offshore-Windparks in der Nordsee soll über Amprion-Leitungen in die Industrie- und Verbrauchszentren in West- und Süddeutschland gelangen.

Wir verbinden Klimaschutz mit Netzstabilität

Die Energiewende stellt das Stromnetz vor große Herausforderungen: Windkraft- und Solaranlagen speisen den Strom – abhängig vom Wetter – stark schwankend ins Netz ein, während andernorts Kraftwerke vom Netz gehen, die Strom kontinuierlich erzeugen. Die Komplexität im Netz nimmt daher deutlich zu. Unsere innovativen Technologien tragen im Zusammenspiel mit dem Netzausbau dazu bei, diese Herausforderungen zu meistern. So verbinden wir Klimaschutz mit Netzstabilität.

Wir fördern die Dekarbonisierung der Industrie

Dekarbonisierung – das ist die Abkehr von Produktionsprozessen, durch die das klimaschädliche Kohlendioxyd freigesetzt wird. Noch werden vielfach fossile Energieträger wie Kohle und Gas verbrannt, um Wärme oder Dampf zu erzeugen. Künftig wollen die Unternehmen grünen Strom aus erneuerbaren Energien dafür einsetzen – oder Wasserstoff, der aus grünem Strom gewonnen wird. Wir unterstützen Unternehmen bei der Dekarbonisierung, indem wir mit ihnen gemeinsam leistungsfähigere Netzanschlüsse planen, über die sie mehr Strom aus erneuerbaren Energien beziehen können. Darüber hinaus wollen wir einen Beitrag leisten, um grünen Strom in grünen Wasserstoff umzuwandeln. So denken wir Energie neu.

ANTWORTEN AUF HÄUFIGE FRAGEN

Wie ist das Stromnetz aufgebaut?

Das Stromnetz besteht genau genommen aus Stromnetzen verschiedener Spannungsebenen:

  • Das Übertragungsnetz wird mit Höchstspannung betrieben und transportiert große Strommengen über große Entfernungen. Industrielle Großverbraucher sind teilweise direkt an das Übertragungsnetz angeschlossen.
  • Verteilnetze werden mit Hoch-, Mittel- und Niederspannung betrieben. Sie transportieren den Strom auf regionaler und lokaler Ebene.

Umspannanlagen verbinden die unterschiedlichen Netzebenen miteinander.

Wer ist an das Übertragungsnetz von Amprion angeschlossen?

Das Übertragungsnetz von Amprion verbindet große Stromerzeuger mit großen Stromabnehmern. Das bildet sich in der Struktur unserer 60 Kunden ab. Dazu gehören sowohl Kraftwerke als auch Verteilnetzbetreiber, die die regionale Stromversorgung verantworten, und stromintensive Unternehmen der chemischen Industrie sowie Stahl- und Aluminiumproduzenten.

Warum ist eine konstante Netzfrequenz so wichtig?

Das europäische Wechselstromnetz arbeitet mit einer Frequenz von 50 Hertz. Dieser Sollwert ist dann gewährleistet, wenn in jedem Moment genau so viel Strom erzeugt wie verbraucht wird. Sinkt oder steigt die Frequenz zu stark, so beeinflusst dies die Funktion zahlreicher elektrischer Geräte – und auch die Generatoren der angeschlossenen Kraftwerke können beschädigt werden. Die Systemführung von Amprion wacht daher darüber, dass Erzeugung und Verbrauch immer im Gleichgewicht sind – und sich die Netzfrequenz nahe des Sollwerts bewegt. In Zeiten der Energiewende ist dies eine stetig wachsende Herausforderung. Denn Windkraft- und Solaranlagen speisen Strom wetterbedingt stark schwankend ins Netz ein.

Inwiefern ist Amprion ein „reguliertes“ Unternehmen?

„Regulierung“ nennt sich der gesetzliche Rahmen, in dem Amprion sein Geschäft betreibt. Er versetzt uns in die Lage, unseren Auftrag jederzeit erfüllen zu können. Darauf achtet die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde, indem sie die Entgelte für die Netznutzung festlegt. Zugleich setzt sie Anreize zum effizienten Wirtschaften.

Welchen Umfang hat der Netzausbau bei Amprion?

Amprion investiert in den kommenden zehn Jahren 15,2 Milliarden Euro, um sein Netz aus- und umzubauen. Die gesetzlichen Grundlagen bilden das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) von 2009 und das Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) ab 2013. Hinzu kommen weitere Investitionen, um Offshore-Windparks in der Nordsee an das Übertragungsnetz anzubinden. Insgesamt werden wir rund 3.500 Kilometer Höchstspannungsleitungen neu- oder ausbauen – einen großen Teil davon dort, wo bereits Stromtrassen verlaufen.

Was tut Amprion, damit Menschen den Netzausbau akzeptieren?

Der Netzausbau in Deutschland ist ein mehrstufiges Verfahren mit vielen Beteiligten. Auf jeder Stufe können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Behörden, Verbände und Organisationen mit ihren Anregungen und Stellungnahmen einbringen. Das hat der Gesetzgeber so vorgesehen. Und das ist uns als Übertragungsnetzbetreiber, der die neuen Leitungen plant und später baut, auch sehr wichtig. Denn so können wir unsere Planungen verbessern und eventuelle Probleme umgehend lösen. Deshalb haben wir über die gesetzlichen Vorgaben hinaus Formate und Möglichkeiten entwickelt, die Öffentlichkeit frühzeitig über unsere Projekte zu informieren und an den Planungen zu beteiligen. Im Fokus stehen dabei Infomärkte und Bürgersprechstunden. Allein im Jahr 2019 haben wir fast 600 Veranstaltungen organisiert oder mitgestaltet, um den Netzausbau im Dialog voranzubringen.

Wie verändert die Corona-Pandemie die Öffentlichkeitsbeteiligung?

Wir haben uns auf die Corona-Pandemie eingestellt. In der Projektkommunikation haben wir neue digitale Formate entwickelt und informieren immer auf verschiedenen analogen und digitalen Wegen, um möglichst allen Bürgern eine Beteiligung zu ermöglichen. Sofern wir Präsenzveranstaltungen anbieten können, finden diese unter den behördlich vorgesehenen strengen Sicherheits- und Hygieneauflagen statt, um die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen.

Wo kann ich mehr über Energiewende und Netzausbau erfahren?

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